„Singen als Lebenselexier – Singend der Krankheit begegnen“

Gemeinsam lässt sich häufig mehr erreichen als alleine, dies gilt vor allem, wenn jeder der Partner besondere Stärken mitbringt. Dies sagten sich auch die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung und der Verein Singende Krankenhäuser e.V. Während die Stiftung sich in ihrer Arbeit vorwiegend auf die Krankheit Parkinson konzentriert, hatte der Verein seine Aktivitäten bisher auf andere neurologische Erkrankungen bezogen, nicht aber ausschließlich auf Morbus Parkinson. Nun haben die beiden Organisationen beschlossen, eine Kooperation einzugehen und konkrete Projekte umzusetzen.

Ziel der Zusammenarbeit ist, Singen zu einem festen Bestandteil in der Parkinson-Nachsorge und im Programm von Selbsthilfegruppen zu machen. Als künstlerisch-aktivierendes Verfahren soll das Singen zu einer gängigen Behandlungsmethode werden.

„Unsere Erfahrungen und das Ergebnis zahlreicher wissenschaftlicher Studien sprechen dafür, dass Singen ganz entscheidend zur Krankheitsbewältigung beitragen kann und ein Element der Gesundheitsfürsorge sein kann“ erläutert die Musikpädagogin und Dipl.-Psychologin Elke Wünnenberg, erste Vorsitzende des Vereins Singende Krankenhäuser e.V.

Das Pilotprojekt soll ab dem 3. Quartal 2017 im Rhein-Main-Gebiet starten. Es ist geplant, Patienten und Angehörigen den Zugang zu alle zwei Wochen stattfindenden Singangeboten von 60-90 min. zu ermöglichen. Das gemeinsame Singen orientiert sich an den Leitlinien der Initiative Singende Krankenhäuser e.V., nach deren Richtlinien auch die Therapeuten ausgebildet sind. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. „Wir freuen uns, einen starken Partner gefunden zu haben, der mit uns gemeinsam unser ureigenes Ziel einer Förderung von nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden verfolgt“, erklärt Stephanie Heinze, Stiftungsbeauftragte und Geschäftsführerin der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung und sieht optimistisch in die Zukunft.

Das Projekt lässt sich somit bei entsprechender Unterstützung langfristig fortführen und zu einem über das gesamte Bundesgebiet sich ausbreitenden festen Bestandteil in der Selbsthilfe werden. In diesem Fall begrüßen wir es sehr, wenn sich auch andere Träger und Unterstützer anschließen. „Wenn es uns gelingt, genügend Spenden für dieses Projekt zu sammeln, dann kann es unbegrenzt allen Parkinson Erkrankten zu Gute kommen“.