Stephanie Heinze

Frankfurt am Main (geb. 1968)

Nichts ist wie VORHER – Vieles ist BESSER – Alles ist ANDERS

Kurz vor meinem 40. Geburtstag erhielt ich – nach zwei Jahren Odyssee durch diverse Arztpraxen- in der Universitätsklinik Frankfurt am Main die Diagnose Morbus Parkinson. Diesen Tag werde ich in meinem ganzen Leben nie mehr vergessen: „Sie sind an Morbus Parkinson erkrankt“ sagte der leitende Oberarzt.  Damals ahnte ich noch nicht wie radikal sich ab diesem Moment mein Leben ändern würde.

Heute weiß ich, ich habe vieles richtig gemacht. Ich habe nicht aufgegeben, habe mich informiert über die Krankheit und habe Haltung gezeigt. Ich bin aktiv geblieben, habe weiter viel Sport gemacht, habe meine Kräfte gebündelt, Entscheidungen getroffen und habe eine wichtige Aufgabe übernommen, um in der Öffentlichkeit auf die Krankheit aufmerksam zu machen. 

Als  Vorstandsassistentin war ich lange Jahre beruflich erfolgreich in internationalen Konzernen tätig. Es war nicht leicht, dass alles aufzugeben, aber es war die richtige Entscheidung. 2014 bin ich aus meinem Job ausgestiegen und habe mich zur Stiftungs-Managerin ausbilden lassen im Rahmen einer Teilhabe am Arbeitsleben an der Fundraising Akademie. Seit diesem Zeitpunkt engagiere ich mich in der Stiftung.  Es ist mir sehr wichtig, über nichtmedikamentöse Therapieformen aufzuklären, anderen Erkrankten Mut zu machen sich nicht mit der Krankheit zu verstecken und selbstbewusst den eigenen Weg weiterzugehen. Das Leben hat so viel zu bieten auch mit der Krankheit.

Soziales Engagement war mir immer schon sehr wichtig. Ich habe drei Patenkinder in Sri Lanka und bin stets mit offenen Augen durch die Welt gegangen und habe dabei viel für mein Leben mitgenommen. Ein hohes Maß an Eigenmotivation und Eigenverantwortung verbunden mit viel Lebensfreude und Dankbarkeit und ein wunderbarer Partner an meiner Seite – das alles hilft mir heute bei der Bewältigung der stets voranschreitenden Erkrankung.

In 2018 bin ich den Jakobsweg  “560km zugunsten der Parkinsonforschung” zusammen mit meiner Freundin Eva-Maria gepilgert. 10 Jahre nach meiner Diagnose und 12 Jahre nach den ersten Symptomen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg gegangen bin.

Homepage: Pilgern mit Parkinson                Benefiz Projekt 2018

Mein Interview bei Health TV – 2017


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