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Schirmherrin der Hilde-Ulrichs-Stiftung

Carolin Schäfer

geb. 5.12.1991
www.carolinschaefer.com

Plötzlich die Nummer zwei in der Welt  

Carolin Schäfer – ganz im Zeichen einer außergewöhnlichen Erfolgsstory:

Bereits mit 15 Jahren ist sie „plötzlich“ Vize-Weltmeisterin bei den U18- Weltmeisterschaften in Ostrawa, Tschechien. Klar, Talent und Wille waren schon vorher erkennbar. Bei einer Punktzahl von über 5.400 konnte das Jungtalent aus Bad Wildungen bei Kassel bereits im Vorfeld mit einem befriedigenden Ergebnis rechnen. Aber mit 15 Platz zwei bei der U18-WM? Und überhaupt: Wie würde sich dieses erste Mal bei einer WM anfühlen? Würde sie dem Druck gewachsen sein? Es klappte. Es war der Durchbruch.

Überraschung: „Der Wettkampf meines Lebens“.

Und es ging nahtlos weiter bei den U20-Weltmeisterschaften: Die „kleine“, 16- Jährige mitten im Löwen-Rudel… Carolin Schäfer zeigte ihren „größeren“ Rivalinnen die Krallen. Mit 16 (!) Jahren bestritt die „junge Wilde“ den Wettkampf ihres Lebens – und wurde 2008 U20-Weltmeisterin.

Lernen zu verlieren?

Es war an der Zeit, auch mal zu verlieren, dachte sich Carolin Schäfers damaliger Trainer. Er hatte einen Plan gefasst. Sein Jungtalent sollte auf dem „Boden“ bleiben und lernen, mit dem Erfolg umzugehen und auch mal zu verlieren.

Gleich jetzt – nach dem vergoldeten Saisonhöhepunkt, wo die Leistungskurve zwangsläufig nach unten zeigen würde. So beschloss er Ende 2008 kurzerhand, die Senkrechtstarterin bei den Deutschen Mehrkampf Meisterschaften antreten zu lassen.
Sein Plan ging nicht auf: Carolin Schäfer wurde Ende 2008 sowohl Deutsche BJugendmeisterin im Siebenkampf als auch im Hallenfünfkampf.

Leistungssport oder „normales“ Leben?

Spätestens nach dem „Wettkampf meines Lebens“ 2008 stellte sich die „Unbezwingbare“ Frage: Leistungssport oder „normales“ Leben? Die Antwort fiel ihr nicht allzu schwer.
Carolin Schäfer trifft Entscheidungen – das war schon immer so. Der Siebenkampf sollte ins Zentrum ihres Lebens rücken – vom Handball hatte sich das Multitalent bereits bewusst verabschiedet.

Handball oder Leichtathletik?

Ja, Carolin Schäfer war auch eine tipptopp Handballerin. Athletischer, schneller, sprunggewaltiger als alle anderen. Ballsicher und wurfstark wie die Besten ihres Alters. Und das klingt ja schon fast nach Siebenkampf…

Was also tun? Die Intuition lenkte Carolin Schäfer in die richtigen Bahnen. Carolin Schäfer vertraut lieber sich selbst – anstatt auf die Leistungskurve zweier Dutzend Team-Kolleginnen angewiesen zu sein.
Obwohl selbst die Handball Nationalmannschaft mit ihr „flirtete“, entschied sich Carolin Schäfer mit 14 Jahren endgültig für die Leichtathletik.

Egozentrisch? Keineswegs.

Sieben sportliche Wettkämpfe in zwei Tagen: Siebenkämpferinnen verbringen im Vergleich zu den „Spezialisten“ – z.B. den Sprintern – relativ viel Zeit miteinander. Man lernt sich kennen. Hier und da entstehen auch Freundschaften. Auch deswegen liebt Carolin Schäfer den Siebenkampf.

Individualistin? Durchaus.

Carolin Schäfer ist Polizeikommissarin. Bereits mit 19 Jahren hat sie sich dafür entschieden. Die Polizei ist ihr Rückhalt. Carolin Schäfer genießt hier den Sonderstatus der Sportfördergruppe, entsprechende Freiheiten inklusive.

Selbstbewusst? Auf jeden Fall.

Carolin Schäfer trifft Entscheidungen, wie gesagt: Bereits mit 16 Jahren beschließt sie zusammen mit Ihren Eltern, das Sportinternat am Olympiastützpunkt in Hessen/Frankfurt am Main zu besuchen. Ein guter Zug aus heutiger Sicht:

Carolin Schäfer belegte bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Frauen 2012 in Helsinki den 11. Platz. Carolin Schäfer ist 2013 mit 22 Jahren Deutsche Meisterin. Und mit einer persönlichen Bestleistung von 6.072 Punkten steht sie nur einen „Finger breit“ vor dem Erreichen der Olympia-Norm.

2016 klappte es mit den ersten Olympischen Spielen. Der Beweis harter und konsequenter Arbeit folgte mit Platz 5 bei den Olympischen Spielen in Rio mit 6540 Punkten und dem Gewinn der IAAF Combined Challenge 2016!

Im Mai 2017 erreicht Carolin Schäfer eine persönliche Bestleistung von 6.836 Punkten in Götzis. 


Auszeichnungen

Erfolge

International
2. Platz in Götzis 2017 mit PB von 6.836 Punkten 2017
5. Platz bei den Olympischen Spielen 2016

1. Platz IAAF Combined Challenge 2016
3. Platz Götzis 2016 mit PB von 6557 Punkten
3. Platz der Weltjahresbestenliste 2015 mit 6547 Punkten
2. Platz Götzis mit 6547 Punkten
2. Platz Combined Events World-Challenge 2014
1. Platz Mehrkampf-Meeting Talence 2014
4. Platz Europameisterschaft 2014
6. Platz U23-Europameisterschaften im Siebenkampf 2013
11. Platz Europameisterschaften im Siebenkampf 2012
5. Platz U23-Europameisterschaften im Siebenkampf 2011
 
U20-Europameisterin im Siebenkampf 2009
U20-Weltmeisterin im Siebenkampf 2008
U18-Vize-Weltmeisterin im Siebenkampf 2007

Deutschland
Deutsche Meisterin im Siebenkampf  2013
Deutsche A-Jugendmeisterin im Hallenfünfkampf 2009

Deutsche B-Jugendmeisterin im Siebenkampf 2008
Deutsche B-Jugendmeisterin im Hallenfünfkampf 2008