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Diagnose

Wenn körperliche und seelische Schwierigkeiten zu Ungeschicklichkeiten, Verlangsamungen, Zittern, Stolpern, Lauf-, Stand- und/oder Sprachproblemen usw. führen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Nach vorheriger Anamnese kann bei ca. 80 % der Patienten sofort die Diagnose „Parkinson“ gestellt werden. 

Mit Hilfe eines DAT-Scan-Gerätes kann man zu 100% die Erkrankung festgestellen.

Wenn Sie die Diagnose Morbus Parkinson erhalten sollten Sie folgendes unbedingt bedenken: Es gibt keinen Grund zu resignieren … das Leben geht weiter ! Wie es weiter geht, hängt vor allem davon ab, wie Sie mit der Diagnose umgehen und was Sie aus Ihrem weiteren Leben machen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Diagnose zu verarbeiten. Informieren Sie sich erstmal ausführlich über die Krankheit. Gehen Sie in eine Selbsthilfegruppe und sprechen Sie mit Gleichgesinnten.

Auf jeden Fall können Sie mit der Diagnose Morbus Parkinson „alt“ werden, wenn Sie ein paar Regeln befolgen. Wenn es Ihnen gelingt, mit Verstand, Gefühl und Ihrem Verhalten, das bisher unbewußt ablaufende Ausgleichsprogramm des Körpers fortzusetzen oder gar zu verstärken, haben Sie trotz möglicher körperlicher Einschränkungen sogar größere Chancen für ein bewussteres und erfüllteres Leben!

Jeder Patient sollte möglichst eigene Wege finden, um mit den körperlichen Störungen und Einschränkungen, die die Krankheit Morbus Parkinson mit sich bringen kann, klar zu kommen! Ein möglichst offener Umgang mit den Krankheit ist hierbei eine große Hilfe. Regelmäßige gymnastische, sprachliche und geistige Übungen, genügend Flüßigkeitsaufnahme, gesunde Ernährung usw. können am ehesten zur Verbesserung, zum Stillstand und/oder zur Verlangsamung des Fortschrittes der Symptome beitragen. Wichtig ist vor allem, wie der Parkinsonkranke und sein „Umfeld“ mit der neuen Lebenssituation klar kommt!

Spezielle Parkinson-Medikamente gleichen den Dopamin-Mangel aus haben jedoch teilweise erhebliche Nebenwirkungen, deshalb sollten sie behutsam eingenommen werden. Bitte bedenken Sie: Medikamente können die Krankheit nicht heilen und es besteht bei Dauereinnahme die zunehmende Gefahr der Abhängigkeit und diverser Nebenwirkungen. 

Jeder Patient sollte daher möglichst eigenverantwortlich und in Abstimmung und Begleitung eines erfahrenen Neurologen mit einer Therapie beginnen, denn Jeder Patient hat seinen EIGENEN Parkinson !

Die Diagnose „Parkinson“ ist kein „Todesurteil“ … man kann mit dieser Krankheit alt werden. Viele Parkinsonkranke bestätigen, daß die Krankheit ihr Leben in positiver Weise verändert hat. Zum Beispiel leben sie viel intensiver und bewusster!