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Projekt Parkinson-Café

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Projekt Parkinson-Café

Das Projekt

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung unterstützt den Verein Parkinson Nurses & Assistenten e.V. (VPNA e.V.) und führt mit ihm seit 2016 das Projekt „Parkinson-Café“ durch.
Dieses Projekt beinhaltet die Durchführung von bundesweiten Infoveranstaltungen zum Thema „Pflege bei Morbus Parkinson“. An diesen „Parkinson-Cafés“ werden Fachpflegekräfte (Parkinson Nurses) des Vereins VPNA sowie Vertreter der Hilde-Ulrichs-Stiftung teilnehmen. Zielgruppe sind Patienten, (pflegende) Angehörige, Pflegepersonal in Kliniken, ambulanten Pflegedienste sowie alle Interessierte.

Ziel ist vorrangig, die Beteiligten für die Besonderheiten der Krankheit Parkinson zu sensibilisieren, so dass diese bei der Pflege berücksichtigt werden können. Des Weiteren werden Fragen rund um das Thema „Parkinson und Pflege“ kompetent und verständlich beantwortet; zudem besteht die Möglichkeit, in Einzelgesprächen zwischen Betroffenen und einer Fachkraft Weichen für eine individuell passende Versorgung zu stellen. Die Mischung der Teilnehmer fördert das gegenseitige Verständnis und schafft die Voraussetzung dafür, dass Praxis-Erfahrungen in die Konzeptentwicklung für eine Versorgungsverbesserung mit einfließen können.

Aktuelle Termine

9.9.2017 in Ingelheim » Details  

Die Pflege

Viele Parkinson Erkrankte leiden darunter, dass bei der Pflege kaum Wissen über die verschiedenen Facetten der Erkrankung vorhanden ist. Dadurch ist eine optimale Pflege für die Betroffenen oftmals nicht möglich. Darüber hinaus fehlt in vielen Fällen das Verständnis für die Patienten und ihr Verhalten, denn die Krankheit Morbus Parkinson wirkt sich bei den Betroffenen sehr individuell aus und lässt den Patienten jeden Tag unterschiedlich erleben. In Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegeeinrichtungen sind diese Zusammenhänge meist nicht bekannt. Somit kommt es immer wieder zu einer Fehldeutung von Symptomen was zu unnötigen Krisensituationen für Betroffene führen kann. Bessere Pflege und entsprechendes Wissen über die Krankheit bedeutet bessere Lebensqualität für alle Erkrankten!

Die Betroffenen

Das Projekt erreicht, dass Fachkompetenz direkt bei den konkret Betroffenen ankommt. Es bietet die Möglichkeit, bei Bedarf individuelle Lösungen zu finden für einzelne praktische Probleme oder gar für die Gesamtsituation Betroffener, die aktuell unbefriedigend ist.
So bedeutet z. B. der Umzug eines 45jährigen, jung an Parkinson Erkrankten von einem vorwiegend von über 80jährigen bewohntem Altersheim in eine auch von jüngeren Patienten bewohnten Einrichtung eine enorme Steigerung der Lebensqualität. Auch schon alleine eine Optimierung des Medikamenten-Wirkungsgrades durch die sachgerechte (genaue Uhrzeit!) Einnahme der Medikamente kann die Lebensqualität des Betroffenen heben.

Die Motivation

Grundlage für das Handeln der Beteiligten ist ein Menschenbild, das geprägt ist von Achtung vor dem individuellen Menschen, ganz gleich in welchem körperlichen und seelischen Zustand er sich befindet. Menschen mit Unterstützungsbedarf müssen in einer ihrem Zustand zukommenden Weise unterstützt, gepflegt und betreut werden.
Dies beinhaltet auch die Berücksichtigung von individuellem, sich täglich änderndem Unterstützungsbedarf. Betroffene müssen als mündige Patienten gestärkt werden. Respekt vor dem zu Pflegenden ist der Leitgedanke sowohl des Vereins Parkinson Nurses und Assistenten e.V. als auch der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung.

Kooperation

Das Projekt Parkinson-Café ist bewusst ein Kooperationsprojekt. Es bündelt so Organisationen, die sich unterschiedlichen Aspekten im Gesundheitswesen widmen und schafft eine breite und nachhaltige Basis. Dies gilt besonders, da sowohl VPNA als auch die Hilde-Ulrichs-Stiftung selbst fest im fachlichen und Selbsthilfe-Umfeld bezüglich Parkinson verankert sind. Der Vorteil des Projektes besteht in der Information und Kommunikation auf lokaler und praktischer Ebene. Dies führt unweigerlich dazu, dass nur jeweils ein überschaubarer Personenkreis angesprochen werden kann.

Laufzeit des Projektes

Das Projekt lässt sich somit bei entsprechender Unterstützung langfristig fortführen und zu einem über das gesamte Bundesgebiet sich ausbreitenden festen Bestandteil im Gesundheitswesen werden. In diesem Fall begrüßen wir es sehr, wenn auch andere Träger hinzukommen.

Die Zusammenarbeit mit Neurologischen Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen wird dazu beitragen, viele Betroffene und Pflegekräfte zu erreichen. Morbus Parkinson ist ein eigener Bereich in der Neurologie. Dennoch kann auch in Fachkliniken nicht von einer durchgängig sachgerechten Pflege ausgegangen werden. Parkinson Betroffene finden sich aber auch als Patienten in anderen Fachbereichen der Kliniken. Dort ist das Wissens-Defizit bezüglich Parkinson noch größer. Deshalb muss hier entsprechendes Fachwissen vermittelt werden, um die Versorgung zu verbessern.

Werden auch Sie Teil dieser Kooperation und unterstützen Sie das Projekt.